Der Stadtrat Rheinböllen hat am 24. Juni 2026 beschlossen, drei Geschäftsbereiche zu bilden und mit diesen die Beigeordneten Bernd Raab, Elmar Dieler und Gabi Hower zu betrauen. Diese Übertragung dient der Entlastung der Stadtspitze um Bürgermeister Dr. Christian Klein.
Dem Beigeordneten Raab, einem Urgestein der Rheinböller Kommunalpolitik, wurde der Geschäftsbereich Kultur, Feste, Tourismus und Städtepartnerschaften übertragen. Damit soll unter anderem ein jährliches Veranstaltungskonzept einhergehen, in dem Kirmes, Fest der Kulturen, Infotag der Stadt und Weihnachtsmarkt feste Bestandteile sein sollen.
Raab: „Die nicht sehr zahlreichen Sehenswürdigkeiten können wir sicherlich noch besser präsentieren und auch das Wanderwegenetz kann bestimmt noch ausgeweitet werden.“
Auch für die Betreuung der Städtepartnerschaften mit Tiefenort in Thüringen und Maratá in Brasilien ist Raab zuständig. Letztere funktioniert mit gegenseitigen Besuchen gut, aber die Thüringer Verbindung führt leider ein Stiefmütterchendasein: „Vor zwei Jahren war ich auf Einladung selbst einmal dort - doch unsere gesamte „Delegation“ bestand nur aus mir allein. Da ist gewiss noch Luft nach oben“, gab der Beigeordnete schmunzelnd zu.
Beigeordneter Elmar Dieler hat den Geschäftsbereich „Liegenschaftsverwaltung“ übernommen. Dahinter verbirgt sich das breite Spektrum der Verwaltung und Instandhaltung von städtischen Immobilien. Für das Gebiet der Liegenschaften interessiert sich Dieler schon seit 2009, als er in den Stadtrat gewählt wurde. Er möchte jetzt evaluieren, welche Liegenschaften die Stadt genau hat und welche Miet- und Pachtverträge bestehen. Zusätzlich ist der Beigeordnete auch für den städtischen Bauhof zuständig, dessen Strukturen er in den nächsten Wochen richtig kennenlernen will.
Eine Vision vertritt der 72jährige passionierte Forstmann im Ruhestand mit Nachdruck: „Für die restlichen Jahre meines Engagements im Rat will ich für jeden abgestorbenen Baum im Stadtgebiet zwei neue nachpflanzen.“
Gabi Hower legt in ihrem Geschäftsbereich den Blickwinkel auf die Facetten „Soziales, Ehrenamt und Vereine“. Dahinter verbirgt sich beispielsweise auch die Kinder- und Jugendhilfe - so etwa die sächliche Ausstattung der Kitas, das Jugendzentrum „Domizil“ oder Spielplätze. Gerade für die Spielplätze hat Hower konkrete Vorstellungen - manche werden kaum noch genutzt, an anderen Stellen fehlt vielleicht ein solcher. Da sieht sie Handlungsbedarf. Dankbar ist sie für das „Domizil“, wo seitens der Verantwortlichen viel soziale Kompetenz vorgehalten wird.
Gabi Hower ist für ihre soziale Einstellung bekannt, weshalb sie auch alle „runden“ Geburtstage ab 90 Jahren besucht. Da kommt im Jahresverlauf einiges zusammen. „ Zudem mache ich mich auch für Vereins- und Ehrenamtsförderung stark“, vollendet sie den gedanklichen Rundflug über ihren Geschäftsbereich.
